Kara Schott

SENIOR EDITOR

lebt in Hamburg und unterstützt mit aller Leidenschaft den Tierschutz in Deutschland und Irland. Neben ihrem Beruf steckt sie alle Kraft und Zeit in die Organisation von Futterspenden, sucht nach finanziellen Unterstützern und versucht so viele Menschen wie möglich über die Situation von Not leidenden Tieren in Irland zu informieren.

 

In eigener Sache:
Wir sind eine sehr kleine Auffangstation mit nicht unendlichen Kapazitäten.
Deswegen haben wir uns dazu entschieden nur die ganz kleinen,sehr kranken Katzenwelpen aufzunehmen die eine Rundum Pflege brauchen damit sie überhaupt den Hauch einer Chance haben zu überleben.
Viele Tierheime und grössere Auffangstationen sind dieser Pflege fachlich und zeitlich nicht gewachsen.
Wir sind unheimlich auf Patenschaften und Unterstützung angewiesen um weiter machen zu können. Jede noch so kleine Spende hilft. Danke!

Da unsere Station sehr ländlich gelegen ist haben wir als nächste Nachbarn ausschließlich Farmer.
Die Landwirtschaft ist weit verbreitet in Irland und zu nahezu jeder Farm gibt es auch die sog. Farmdogs.
Es sind meistens Sheepdogs oder reinrassige Bordercollies die zum Treiben und stundenweisen hüten der Farmtiere angeschafft werden.
Das Leben dieser so durch und durch freundlichen und liebevollen Hunde ist mehr als traurig.
Ihr Schlafplatz ist meist eine alte Holzpalette am Hof oder eben im Stall...

Manche Farmer nutzen auch alte Fässer die umgekippt werden als „vorgeschriebenen“ Unterstand.
Das Highlight des Tages besteht darin von der Kette zu dürfen und eben ihrer Arbeit nachzugehen. Rinder auf eine andere Weide zu treiben oder Schafe zu hüten.
Das alles dauert maximal den Vormittag über und dann ist wieder ein „Leben“ an der Kette angesagt.
In all den Jahren sind immer wieder Farmdogs aus der Nachbarschaft bei uns aufgetaucht und immer wieder haben wir massive Tierschutzwidrige Dinge an diesen tollen Hunden gemeldet. Auf Grund dessen sind einige dieser Hunde dann gut vermittelt worden aber es werden sich dann meist direkt wieder neue angeschafft.

Auf den Bildern zu sehen ist Bruce. Er hat einen sog. Hobble um zu Deutsch humpeln. Das ist nichts anderes als ein massiv schweres Holzbrett das mit einer Kette am Hund befestigt wird um das humpeln bewusst zu erzeugen damit der Hund nicht wegläuft. Wie man an Bruce sehen kann klappt das nicht immer da er es trotzdem auch mit Hubble zu uns geschafft hat. Wir haben inzwischen drei von diesen Hobble und natürlich bei allen sofort Anzeige erstattet denn das anwenden ist in ganz Irland verboten. Auch bei Pferden wird diese Vorgehensweise in Irland angewendet um das weglaufen zu verhindern. Das Leben der Farmdogs ist ein sehr schwarzes Kapitel im Umgang mit Hunden in Irland und es muss viel mehr Aufklärung geben, dass es diese Hunde überhaupt gibt. Ihr Haltung wird als „normal“ hingenommen. „Haben wir schon immer so gemacht“. Diese Hunde erhalten Zeit ihres Lebens keinerlei medizinische Versorgung und werden meist auch noch zum Vermehren benutzt da mit ihren Welpen gutes Geld verdient werden kann. Es gibt für ihre Haltung Auflagen die aber in den wenigsten Fällen umgesetzt werden und melden bei Verstoß tut dies auch eigentlich nie jemand. Wir werden niemals aufhören uns für Hunde wie Bruce einzusetzen und möchten ihnen heute eine Stimme geben.

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